Samstag, 14 März 2015 08:50 von 

Ja, ich weiss. Viel geschrieben haben wir in Neuseeland nicht. Obwohl wir 52 Tage da waren. Mittlerweile sind wir auf Hawaii in den Ferien. Und haben endlich Zeit, euch zu zeigen, weshalb wir in Neuseeland keine Zeit hatten.

Südinsel, 17.1. bis 16.2.2015

Akaroa, Kajaktour: In strömendem Regen fahren wir mit einem Kleinbus zum Marine Reserve und steigen dort in unsere Kajaks um. Wir paddeln etwa zwei Stunden und erspähen Pinguine und Robben. Danach gibts an Land, bei der dortigen Tierschützerin, für die bis auf die Knochen durchnässten Kajaker, Kaffee und Kuchen.

 

 

 

 

 

Lake Tekapo, Velotour: Nach einem Reisetag im Camper brauchen wir noch ein wenig Bewegung. Die Velos, die bei der Rezeption am Campingplatz bereit stehen, warten nur auf uns. Wir geniessen die abendliche Fahrt über Felder und mit Blick auf den türkisblauen Lake Tekapo.

 

 

 

 

 

 

Mount Cook Village, Hooker-Valley-Wanderung: Hoch führt der Wanderweg zu einem See, der am einen Ende von einem Gletscher geküsst wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dunedin, Taieri Gorge Railway: Eine nostalgische Bahnfahrt. Das tönt gut, denken wir uns, und buchen diesen Trip. Die alte Bahnlinie führt durchs Niemandsland, und in unserem hölzernen Wagen ists gemütlich. Sonst haben wir wohl eher einen Seniorenausflug erwischt.

 

 

 

 

 

 

Milford Sound, Milford-Sound-Cruise: Schönes Wetter am Milford Sound? Das soll selten sein. Aber genau dieses Glück haben wir. So können wir die Cruise in vollen Zügen geniessen. Und lernen, dass der Milford Sound eigentlich gar kein Sound ist, sondern ein Fjord. Er wurde nämlich durch Gletscher geformt. Weniger Glück hatten wir dann am Abend bei der Suche nach dem einzigen Pub. Wir habens nicht gefunden.

 

 

 

 


Lake Marian, Wanderung: Der Weg und die Strasse zum Milford Sound und zurück sind etwa genau so schön wie der Sound selbst. Da uns auch noch die Seitentäler interessieren, gehen wir zu Fuss zum Lake Marian. Unser erster neuseeländischer Moos- und Farnwald. Soooo schön. Und der Bergsee ruft in uns Heimatgefühle hervor. Patrik genoss auch das obligate Bad, mir wars natürlich zu kalt.

 

 

 

 

 

Queenstown, Velotour von Arrowtown nach Queenstown: Von A bis Z funktionierende Bikes hat man uns vermietet. Was für eine Seltenheit. So macht das Fahren richtig Spass. Dann aber Pfffff, Platten bei Patrik. Wir können das Malheur beheben und den Schlauch wechseln. Wäre auch langweilig gewesen, so ohne Action. Wir haben ja schliesslich nicht Acapulco All Inclusive gebucht.

 

 

 

 

 

Queenstown, Dartriver-Tour mit Jetboat und Funyak: Eines der Highlights. Mit dem Jetboat durch teils nur Zentimeter hohes Wasser, um enge Kurven, knapp an Bäumen vorbei und immer mal wieder eine 360°-Drehung. Wenn sich nur der Regen bei dieser hohen Geschwindigkeit nicht wie Nadelstiche im Gesicht anfühlen würde. Das ist aber nicht das Highlight, sondern das Funyak zurück. Eine aufgeblasene Mischung aus Kajak und Kanu.Vor allem Stromschnellen und Flussquerungen mit Strömung geniessen wir. Wie Patrik die Ansicht des Boots von unten gefallen hat, weiss ich allerdings nicht so genau.

 

 

 

Queenstown, Zipline: Diesmal wandern wir nicht den Berg hinunter, sondern fahren. Befestigt an sechs verschieden langen und steilen Ziplines üben wir uns in Überschlägen, Jodelgesängen und allerhand anderer lustiger Kunststücke.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hokitika, Jadeschmuck schleifen: Siehe Text vom 19. Februar. Wir haben immer noch grosse Freude an diesen cool little things.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Charleston, Caving und Underworld-Rafting: „Ihr seid die einzigen Gäste heute Morgen.“ Wir geniessen also eine Privattour. Eingekleidet in ein Wetsuit, mit Helm und Gummiring ausgerüstet, fahren wir mit einem kleinen Zügli ein paar Minuten durch den Wald. Dann der Aufstieg zur Höhle und das Erkunden derselben (ohne Licht und Weg, alles, wies die Natur erschaffen hat). Letztlich erreichen wir wieder das Wasserlevel und können uns in unseren Ring setzen. Es kommt eine Kammer mit Millionen von Glühwürmern, ein unbeschreibliches Bild. Wir floaten weiter, aus der Höhle, den Fluss hinab, zurück zum Zügli.

 

 

Kaikoura, Whale Watching: Wollen Sie eine Tablette gegen Seekrankheit? Nein danke. Aber das ganze Gek..... an Board wird mir auch fast zuviel. Entschädigung bieten die beiden Pottwale.

 

 

 

 

 

 

 

Kaikoura, Albatross Encounter: Diesmal gehts gemütlich auf einem kleineren Boot und ohne viel Wellen raus aufs Meer. Dann kommen die Albatrosse angerauscht. Wahnsinn, diese Flügelspannweite. Und wie sie wie über das Wasser rennen, wenn sie wieder fliegen wollen.

 

 

 

 

 

 

Abel Tasman, Wassertaxi und Wanderung: Den Nationalpark am nördlichen Punkt der Insel kann man zu Fuss oder per Wassertaxi erreichen. Wir entscheiden uns fürs Wassertaxi, eine Wanderung von einem Strand zum nächsten und wieder zurück mit dem Wassertaxi. Ein gemütlicher Ausflug. Die Strände sind golden und das unberührte Land eine Augenweide.

 

 

 

 

 

Abel Tasman, zweitägige Wanderung: Das hat noch nicht gereicht, wir wollen mehr sehen. Die Übernachtung haben wir in einer Hütte des DOC (Department of Conservation) gebucht. Ein Holzhaus mit Massenschlag, sonst nichts. Wie am Tag zuvor, die Wanderung ist einmalig, das Übernachten in der DOC-Hütte aber sicher auch.

 

 

 

 

 

 

Picton, Queen Charlotte Track: Wieder eine Fjordlandschaft. Von oben haben wir diese noch nicht gesehen, also wandern wir über die Hügel von Ship Cove bis zur Furneaux Lodge und geniessen die Aussicht.

 

 

 

 

 

 

Ich bin erschöpft. Ich übergebe mal an Patrik für den zweiten Teil.

 

Nordinsel, 16.2. bis 10.3.2015

Wellington, Zest Foodtour: Wir lassen uns frühmorgens in die kulinarischen Topspots der Hauptstadt einweihen. Erster Stopp: Wellingtons grösster Kaffeeröster Mojo, der nebenher noch 21 Cafés betreibt – alleine in Wellington. Meister ihres Fachs finden wir auch in der Chocolate Factory und bei Fix and Fogg, die mit Erdnussbutter experimentieren und ein ziemlich scharfes Teil (Smoke and Fire) kreiert haben. Der Meister aller Meister ist aber Graham Joe, ein gebürtiger Chinese, der in einem unscheinbaren Laden die beste Glacé verkauft, die er in einer noch unscheinbareren Küche selbst fabriziert hat. Da können sämtliche Italiener einpacken.

 

 

Wellington, Weta-Cave-Tour: Ein Muss für Fans von Frodo und Co. Die Produktionsfirma, die für die Requisiten und Special Effects der Herr der Ringe- und Hobbit-Trilogien verantwortlich ist, gewährt zwar nur einen kleinen Einblick in ihr Schaffen, tut dies aber umso enthusiastischer. Denn die Tourguides sind keine eingekauften Dampfplauderis. Sie haben alle an den Filmen mitgearbeitet.

 

 

 

 

 

Kapiti Island, Vogelparadies: Vogelbeobachtungen sind bei Senioren besonders beliebt. Wie schon bei den Albatrossen sind wir mit Abstand die Jüngsten, die ihr Nachtquartier in der Lodge aufschlagen. Highlights sind nebst unserem luxuriösen Zelt die putzigen Kiwis, die wir in der Dunkelheit aufspüren und von denen mir einer fast über die Schuhe gestolpert wäre, und natürlich der Takahe. Vom ebenfalls flugunfähigen Vogel gibts nur noch etwas mehr als 250 Exemplare.

 

 

 

 

Whanganui River, Jetboat bis zur Bridge to Nowhere und Kanu-Tour: Der Whanganui scheint direkt einem Märchen zu entspringen. Senkrechte Felswände, mit Moos bewachsen, darüber Farnbäume, die sich im steilen Gelände festkrallen. An mehreren Orten ist das Wasser so ruhig, dass sich alles drin spiegelt. Dort, wos nicht ganz so ruhig ist, hat unsere Kanu-Gruppe immerhin die Wahl: Versuchen wirs oder ziehen wir das Boot etwas abseits über die Steine. Bei den Fifty-Fifty-Stromschnellen entscheiden sich 66 Prozent für den kleinen Umweg. Von den anderen beiden Kanus sehen wir für kurze Zeit die Unterseite.

 

 

Mount Ruapehu, Sesselbahn und Skyline-Walk: Wir warten auf besseres Wetter für die Tongariro-Crossing und machen kurz einen Abstecher hoch zum Mount Ruahepu. Von dem sehen wir zwar nichts, und auch die Abgründe links und rechts unserer kleinen Wanderung können wir im dichten Nebel nur erahnen, aber die Luft ist wenigstens schön frisch und kühl.

 

 

 

 

 

 

Tongariro-Crossing: Das Wetter hat sich leicht gebessert. Um 7.30 gehts los auf den 19,4 Kilometer langen Hike über das Tongariro-Plateau. 800 Meter hoch, 200 runter, 100 hoch, 1000 runter. Wir sind, auf der berühmtesten Eintageswanderung Neuseelands, natürlich nicht alleine. Aber je steiler es hochgeht, desto mehr zieht sich die Perlenschnur aus Wanderern in die Länge. Auf dem höchsten Punkt auf 1900 Metern sehen wir fast keinen mehr: Eine Wolkenwand hat uns die Sicht geraubt. Und es ist kalt. Nur schemenhaft erkennen wir die Emerald Lakes auf der anderen Seite. Bis sich der Nebel plötzlich lichtet und der Sonne Platz macht.

  

 

Matamata, Hobbiton: Ich war ja schon mal da, vor zehn Jahren. Damals bestanden die Hobbit-Höhlen aus einer schlichten, gelochten Sperrholzplatten. Aus urheberrechtlichen Gründen, hiess es. Inzwischen sehen sie genau so aus wie im Film. Und sie werden mit viel Liebe gepflegt. Alles rundherum ist echt: die Blumen, die (meisten) Bäume, und sogar das Gemüse.

 

 

 

 

 

Coromandel-Halbinsel, Pinnacles: Eine Spontanwanderung. Soll sechs bis sieben Stunden dauern, mit schöner Weitsicht. Mehr wussten wir nicht. Und kaum hatte ich mich gefreut, dass es diesmal keine Stufen hat, gings los. Eine nach der anderen. Die meisten gehörten einem alten Saumpfad aus der Holzfällerzeit. Nass und rutschig. Oben angekommen, sahen wir erstmals die Pinnacles, die steil aufragenden Felsnadeln. Und den Weg, der dort hochführt. Ër beginnt mit über 600 Stufen und endet in einer Kletterei über fast senkrechte Leitern und in den Felsen geschlagene Metalltritte. Interessant.

 

 

 

Coromandel-Halbinsel, Hot Water Beach: Eine der Hauptattraktionen der Coromandel-Halbinsel. Unter dem Strand fliesst ein heisser Thermalwasser-Strom, der zwei Stunden vor und nach der Ebbe nicht vom Meer bedeckt ist. Das ist die optimale Zeit, sich einen privaten Pool zu graben. Was wir auch zweimal getan haben, einmal am Morgen und einmal im Mondschein. Das über 60 Grad heisse Wasser aus dem Untergrund im Pool richtig zu temperieren ist allerdings nicht ganz so einfach.

 

 

 

 

Coromandel-Halbinsel, Kajaktour zur Cathedral Cove: Ein gemütliches Nachmittagstürli mit direkt am Strand zubereitetem Cappuccino und heisser Schokolade. Und Wellengang. Was das Ab- und Anlegen an und von der Küste doch etwas abenteuerlich machten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bay of Islands, Dolphin Watching: Wir müssen auf eine verkürzte Tour, weil die raue See ein Ausfährtchen Richtung offenes Meer nicht zulässt. Auch im geschützteren Bereich schaukelts hie und da ganz schön. Die Delfine kümmert das wenig. Sie schlafen in einer kleinen Bucht. Also, die Hälfte des Delfins schläft. Der Rest kümmert sich ums Atmen und ums Schwimmen. Und ums Posieren.

 

 

 

 

 

Auckland, Segeln mit ehemaliger America's Cup-Jacht NZL41: Drei Erkenntnisse: Die Neuseeländer haben es noch immer nicht verdaut, dass sie vor zwölf Jahren gegen Alinghi verloren haben. Michelle kann ohne Probleme eine tonnenschwere Jacht unter vollen Segeln steuern. Und ich liebe es, den anderen beim Arbeiten zuzusehen.

 

 

 

 

 

 

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