Freitag, 02 Januar 2015 14:04 von 

Von Perth durch das Outback über Tom Price bis nach Monkey Mia, dann der Westküste entlang zurück nach Perth. Unsere Route während der letzten drei Wochen. Zu viert auf acht Rädern mit Dachzelt, zwei Outdoor-Liegen und Zelt. Immer mit dabei: Das Wort des Tages.

20 sinds geworden. Wörter und Ausdrücke, die uns unterwegs über den Weg gelaufen sind. Manchmal früher, auf nüchternen Magen, manchmal später. Manchmal auch ganz spät. Das Ziel war stets dasselbe: das Wort am Tag danach als Erster vor versammelter Mannschaft möglichst elegant in den üblichen Redefluss einzubinden. Zum Abschluss unserer Reise haben wir 4 der 20 näher erläutert. Den Rest überlassen wir eurer Fantasie.

Kakadukacke von Michelle

Über die schönen Vögel und die farbigen Papageien in Australien freue ich mich grundsätzlich. Zum grundsätzlich gehören in diesem Fall drei Aber. Aber Nummer 1: Die Vögel aller Arten könnten die Strasse etwas früher verlassen, wenn wir uns mit dem Auto nähern. Aber Nummer 2: Die Krähen könnten etwas leiser, angenehmer und erst später am Morgen zu krächzen beginnen. Aber Nummer 3: Die Kakadukacke könnte mir erspart bleiben. Sage und schreibe drei Mal wurde ich angekackt. Obs ein Kakadu war, weiss ich nicht, aber das spielt in dem Moment keine Rolle mehr.

Weichkoralle von Patrik aka Pat

Seit der ersten Nennung und der späteren Ernennung zum Wort des Tages ein Synonym für meine morgendliche Zelt-/Dachzelt, mittägliche Fahrtwind-/Nach-Kappen- und abendliche Meeresbrise-/Salzwasser-Frisur. Der Wikipedia-Eintrag über die Weichkoralle beschreibts ziemlich treffend: Sie wachsen verzweigt, baumförmig, lappig, krustig oder fingerförmig. Gut. Über lappig könnte man vielleicht diskutieren. Sicher ist: Ich brauche dringend einen neuen Coiffeur meines Vertrauens. Oder überhaupt mal einen, dem ich vertraue.

Fleckschwanzbeutelmarder von Corinne

Wie die Kängurus, Wombats, Koalas, gefleckten Kurznasenbeutler und tasmanischen Teufel gehört der Fleckschwanzbeutelmarder zur Familie der Beuteltiere, auch bekannt als Marsupials. Dem FSBM wird unterstellt, dass er ahnungslose Openair-Schläfer in der Nacht überrascht und mit seinem Grunzen zur wilden Flucht ins Dachzelt zwingt. In Sachen Lautstärke übertrifft er problemlos unsere zwei Import-Schnarchbären.

Znüni näh... von Patrick aka Rick

Wie schreibt einer der wohl bekanntesten Schweizer Enfants terribles des 20. Jahrhunderts so passend in einem seiner Werke? „Nei nei, nid eso, nei nei, nid eso hani gseit! Stäue u nid lege – stäue. La loufe, eifach la loufe u de Znüni näh – Znüni näääh!

Etwa diesen Groove trage ich während des Trips durch das Outback sowie entlang der menschenleeren Strände des Westens in mir. Sei es bei den ersten, tendenziell kläglichen Versuchen, einen Mulloway an den Haken zu bekommen (Nei nei, nid eso, nei nei, nid eso hani gseit!), sei es während des nächtlichen Erstellens unseres Lagers unter widrigsten Bedingungen (Stäue u nid lege – stäue!), sei es während einer der langen Autofahrten mitten durch das glühend heisse Nichts (La loufe, eifach la loufe..), sei es während des Kochens unter dem Sternenhimmel in unserer Outdoor-Küche (Znüni näh – Znüni näää!). Ich werde diese Zeit vermissen. Aber ich freue mich auch wieder darauf, der „Aare naa“ zu spazieren und werde trotzdem nie nach „Waliselle“ in die Ferien gehen.

Schön wars mit euch ihr Lieben. Danke für den Besuch. Nun gehts für uns wieder alleine weiter. Wir bereisen noch bis Mitte Januar die Ostküste Australiens und dann gehts für etwa sieben Wochen nach Neuseeland. No worries.

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