Donnerstag, 04 Dezember 2014 14:09 von 

In unseren Köpfen beginnt mit Australien der letzte Teil der Reise. Auch wenn uns natürlich noch etwas mehr als vier Monate bleiben.

Die Freude auf Australien kam erst mit der Zeit. Als wir noch zu Hause waren, gehörte Down Under nicht zu unseren Highlights. Doch je näher dieses Land rückte, desto mehr freuten wir uns. Auch darauf, dass wir ganz anders reisen, als wir das bisher gemacht haben. Wir gehen unter die Camper. Das ist in auf diese Art für uns beide eine neue Erfahrung.

Gestartet sind wir in Sydney, noch ohne Camper. Wir haben uns über Airbnb in eine Wohnung in einem Vorort eingemietet. Die Inhaber sind gerade verreist und wir haben die vier Wände für uns. Endlich kann ich wieder einmal eine Apfelwähe backen. Wobei mich die zehn Dollar für eine Packung gemahlene Haselnüsse reuen und ich auf gehackte Nüsse zurückgreife. Es stellt sich dann zu Hause beim Backen heraus, dass es gehackte Erdnüsse sind, und so bekommt die Wähe, sagen wir mal, einen etwas ungewohnten Geschmack. Wir sitzen aber nicht nur zu Hause herum, sondern haben ja eine Weltstadt zu erkunden. Besonders gefallen mir einerseits das Opernhaus aus der Ferne und der Spaziergang vom Cogee- zum Bondi Beach. Dieser Fussmarsch führt direkt der Küste entlang über Fels und Stein, Strände und hölzerne Gehwege. Im kalten und klaren Wasser haben wir uns zwischendurch erfrischt.

Nach vier Tagen fliegen wir nach Adelaide. Für uns sieht die Stadt wie ein grosses amerikanisches Dorf aus. Bei stahlblauem Himmel radeln wir bei gut 20 Grad durch die Strassen und entdecken den Charme und die Lebensqualität, die Adelaide zu bieten hat. In Flames und Trivium tragen mit ihren gelungenen Konzerten zu unserer unbeschwerten Stimmung bei.

Nun steht der erste Roadtrip (von Adelaide nach Perth in gut zwei Wochen) unmittelbar bevor. Uns kribbelt es unter den Fingernägeln. Wir erhalten noch eine grobe Gebrauchsanleitung zu unserem Camper und fahren am letzten November-Donnerstag morgens um 11 Uhr los. Wir stoppen zuerst in einem Supermarkt, um die Vorräte aufzufüllen. Dann gehts südwärts Richtung Kangaroo Island. Auf der Fähre in Richtung Insel schaukelt es stark. Ob wir wohl alles richtig verstaut haben? Ja, zum Glück geht nichts in die Brüche. Kangaroo Island besuchen wir hauptsächlich wegen der vielen Tiere. Auf der Fahrt zum ersten Camping treffen wir aber nur tote Kängurus am Strassenrand. Wir möchten doch lebendige sehen!

Den ersten Abend als Camper läuten wir mit einem Steak-BBQ, Salat und einer Flasche Wein ein. Und siehe da, neben uns haben wir gleich eine Gruppe Schweizer und wir verbringen zusammen einen gemütlichen Abend. Schlafen können wir noch nicht wirklich in unserem neuen Zuhause, aber wir sind zuversichtlich, dass sich das noch ändern wird. Die Joggingrunde am Strand, wo ich auf Pelikane und schwarze Schwäne treffe, entschädigt mehrfach für die schlechte Nachtruhe. Wir beschliessen, mit den Schweizern weiter zu reisen und so macht sich die Camper-Kawarane auf. Und nun geht es richtig los mit den Tieren. Wir sehen australische Seelöwen und neuseeländische Robben an verschiedenen Stränden, Kängurus und Wallabies überall. Und meine Lieblinge, die Koalas. Unser Nachtlager schlagen wir auf einem Camping auf, der dafür bekannt ist, dass man Tiere sehen kann. Wir schauen in die Eukalyptusbäume und entdecken prompt zwei Koalas. Und diese sind erst noch „in Action“ - die Vielschläfer verbringen eigentlich die meiste Zeit verdauend und dösend (so bis 22 Stunden am Tag) auf Ästen. Denn die kiloweise Eukalyptusblätter, die sie verschlingen, sind eigentlich giftig und sehr schwer verdaulich, was letztlich so aussieht, als wären sie in einem Dauerrauschzustand. Aber sie sind sooo süss, mit ihren herzigen Gesichtern und den flauschigen Ohren.

Nebst den Tieren sehen wir auf Kangaroo Island noch unglaublich schöne, menschenleere Strände und wandern durch einen eindrucksvollen Nationalpark. Die ersten Tage in Australien haben uns begeistert, und wir freuen und auf alles, was noch kommt.

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